Institut für Psychologie der Entwicklung und Bildung
Forschung

Institutsvorstand Thomas Götz und Stellvertreterin Jana Nikitin
Das Institut für Psychologie der Entwicklung und Bildung widmet sich der Untersuchung und Förderung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen über die gesamte Lebensspanne hinweg. Die Forschungsarbeit des Instituts verbindet entwicklungs-, bildungs- und differentialpsychologische Ansätze und setzt dabei auf Methoden wie experimentelle Designs, neuropsychologische Untersuchungen, Ambulatory Assessments, Beobachtungsstudien, die Entwicklung und Evaluierung psychologisch-diagnostischer Testverfahren, Methoden der klassischen Testtheorie, der Item-Response-Theorie und Forschungssynthesen.
Ein zentraler Fokus liegt auf der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten und der sozialen sowie emotionalen Entwicklung. Hierbei werden Themen wie die soziale Entwicklung von Babys und Kindern, die Rolle der Eltern-Kind-Beziehung, der Übergang ins Erwachsenenalter und Veränderungen im Alter beleuchtet. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Förderung von Kompetenzen zum selbstregulierten Lernen, Motivation und Wohlbefinden in unterschiedlichen Lern- und Leistungskontexten. Dazu gehört auch die Untersuchung, wie Geschlechterstereotype in Bildungsprozessen entstehen und verändert werden können.
Das Institut reagiert auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie die digitale Transformation und die zunehmende Diversität in Bildungskontexten. Es wird beispielsweise die Bedeutung von Mehrsprachigkeit bei der Entwicklung von Schulleistungen zur Diagnostik von Lernstörungen oder Gemeinsamkeiten und Unterschiede von künstlicher und menschlicher Intelligenz untersucht.
Im Bereich der psychologischen Bewältigung von Herausforderungen wird untersucht, wie Bildungsprozesse so gestaltet werden können, dass sie Resilienz, Motivation und emotionale Stabilität stärken. Dies umfasst die Entwicklung und Evaluation von Interventionsprogrammen, die den Umgang mit Leistungsdruck, negativen (sozialen) Emotionen und sozialen Konflikten (inklusive Mobbing) in Bildungskontexten verbessern.
Durch die Verankerung in internationalen Forschungsnetzwerken und die Zusammenarbeit mit benachbarten Disziplinen wie Neurowissenschaften, Kognitionswissenschaften, Bildungs- und Sozialwissenschaften liefert das Institut fundierte Beiträge zur evidenzbasierten Verbesserung von Bildungs- und Entwicklungsprozessen. Es trägt somit entscheidend dazu bei, Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis ins hohe Alter in ihrer Entwicklung zu unterstützen und eine zukunftsorientierte Bildungslandschaft zu gestalten.
