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Forschungsschwerpunkte an der Fakultät für Psychologie

Die Forschungsinhalte an der Fakultät für Psychologie konzentrieren sich auf drei Themenfelder: 

  1. Geist und Gehirn: Kognitionen, Emotionen und Forschungsmethoden,
  2. Angewandte Psychologie: Arbeit, Bildung und Wirtschaft,
  3. Resilienz: Prävention und Förderung psychischer Gesundheit.

In diesen Themenfeldern sind Forschungsschwerpunkte entwickelt worden, welche entsprechend der Ergebnisse der Forschungsevaluation bestätigtsind bzw. es werden Forschungsperspektiven angeführt, aus denen zukünftig, evaluationsbasiert, Forschungsschwerpunkte definiert werden sollen.

Die drei Forschungsschwerpunkte können wie folgt kurz charakterisiert werden:


Psychologische Grundlagen von Entscheidungen und Veränderungen in der Wirtschaft: Arbeit, Organisation, Konsum und Volkswirtschaft

Forschungsprojekte:

Der Forschungsschwerpunkt verfolgt das Ziel, Entscheidungen und Veränderungen in der Arbeit, in Organisationen, auf Märkten und in der Volkswirtschaft aus der Perspektive der Sozialpsychologie zu analysieren und zu beschreiben. Der aktuelle Fokus der Forschungsarbeiten liegt inhaltlich auf Arbeitsverlaufsentscheidungen und dem Arbeitserleben von Arbeitstätigen und UnternehmerInnen, ökonomischen Entscheidungen von KonsumentInnen auf Konsumgütermärkten und dem Verhalten von SteuerzahlerInnen.

Die angewandtenForschungsmethoden sind vorwiegend quantitativ, quer- und längsschnittlich ausgerichtete Befragungen, Beobachtungen und Laborexperimente, aber auch qualitativer Art, in Form von Interviews, Fokusgruppen- und Assoziationstechniken.


Förderung von Lebenslangem Lernen in Bildungsinstitutionen aus psychologischer Perspektive

Forschungsprojekte:

Der Forschungsschwerpunkt verfolgt zwei zentrale Ziele: Zum einen soll das ursprünglich gesellschaftspolitische Konzept des Lebenslangen Lernens (LLL) auf der psychologischen und bildungswissenschaftlichen Ebene sowohl theoretisch als auch empirisch besser greifbar gemacht werden. Die Vielfalt an Befunden und heterogenen theoretischen Herangehensweisen an den Bereich LLL (u. a. aus den Bereichen Motivation und Selbstregulation) sollen gebündelt und in einen stimmigen bildungspsychologischen Rahmen gestellt werden. Zum anderen fokussiert der Forschungsschwerpunkt die Förderung von LLL in Bildungsinstitutionen. Im Zentrum stehen hier Förderprogramme, die theoriegeleitet für das Feld entwickelt, durchgeführt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich evaluiert werden. Dies inkludiert die Aufarbeitung und Weiterentwicklung der theoretischen Basis für Förderprogramme, ihre Verankerung in das zu erarbeitende Rahmenkonzept sowie die Durchführung vorbereitender Analysestudien in Labor und Feld.

Damit kombiniert der Forschungsschwerpunkt eine theoretische Weiterentwicklung des Konzepts LLL mit einer darauf aufbauenden grundlagenbasierten und anwendungsorientierten Forschung. Letztliches Ziel ist es dabei, einen Beitrag zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik und Praxis zu leisten.


Psychologie der Ästhetik

Forschungsprojekte:

Der Forschungsschwerpunkt betreibt ein Forschungsprogramm der empirischen Ästhetik und ihrer Grundlagen in menschlicher Wahrnehmung, Kognition und emotionaler Verarbeitung, für das ein Modell der ästhetischen Erfahrung sowie allgemeinpsychologische, evolutions- und kulturpsychologische Ansätze den konzeptuellen und theoretischen Rahmen liefern. Gegenstand ist die Erforschung der spezifischen Natur ästhetischer Erfahrung, ihrer verhaltensrelevanten Konsequenzen und physiologischen Korrelate.

Der Forschungsschwerpunkt Psychologie der Ästhetik liefert anhand der ästhetischen Verarbeitung des Menschen Beiträge zum Grundverständnis menschlichen Erlebens, insbesondere der Verschränkung von Kognition und Emotion, mit einem Schwerpunkt auf der visuellen Domäne. Untersucht werden z. B. Fragestellungen zu den Bedingungen ästhetischen Erlebens, zum menschlichen Bewusstsein, zu visuellen Präferenzen, medialen, gesellschaftlichen Determinanten und biologischen Grundlagen von Schönheit und Attraktivität sowie der Anmutung in einem breiten Spektrum von Gebieten (Kunst, Bilder, Muster, Musik, Architektur, Design, Film, Körper).


Fakultät für Psychologie
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Letzte Änderung: 20.03.2012 - 11:19